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Adler

Adler ist der Name für Greifvögel der Ordnung Accipitriformes (oder Falconiformes gemäß einer früheren Klassifikation), Familie Accipitridae, Unterfamilie Buteoninae. Sie gehören mehreren Genres an, die einer angemesseneren Neuklassifizierung unterliegen, da die Experten keine einvernehmliche Meinung erreichen. Adler zeichnen sich vor allem durch ihre Größe, ihre robuste Bauweise, ihren schweren Kopf und ihren Schnabel aus. Die verschiedenen Arten und Unterarten von Adlern sind fast überall auf der Welt zu finden, außer in der Antarktis.

Adlerarten

Gefährliche Krallen

Ähnlich wie die Flügel sind auch die Füßeder Greifvögel hoch spezialisierte Werkzeuge. Das viele Arten damit Beute fangen und töten, werden diese auch “Fänge” genannt. Je nach Art der bevorzugten Opfer sind diese Jagdwaffen unterschiedlich geformt. Mit Kurzen und kräftigen Krallen hält zum Beispiel ein Schlangenadler ein sich windendes Reptil besonders gut. Greift ein Habicht dagegen Vögel in der Luft, klappt das mit langen und schlanken Fängen viel besser. Falls die Beute nicht bereits durch den Zusammenstoß stirbt erledigen die nadelspitzen Krallen des Greifvogels den Rest.

Normalerweise genügt bereits ein Blick auf die Fänge, um die bevorzugte Jagdmethode der jeweiligen Art zu beschreiben. Kurze Beine mit Kurzen, aber Kräftigen Fängen deuten auf das Schlangen von Beute aus der Luft am Boden hin.

Er wischen Jäger wie der Schelladler oder der Schreiadler ihre Beute dagegen laufend am Boden, sind die Beine normalerweise länger. Lange Beine mit langen Fängen und nadelspitzen Krallen sind typisch für einen Vogel, der seine Beute im Luftkampf erlegt. Der Fischadler wieder um hält seine schlüpfrige und sich heftig windende Beute mit einer Spezial – Zehe, die er nach vorn und hinten drehen kann. Raue Schuppen der Unterseite der Zehen unterstützen diese Festhalten noch zusätzlich.

Ganz anders und viel harmloser sehen dagegen die Fänge der meisten Geier aus, deren Krallen nicht hakenartig gekrümmt, sondern eher gerade sind. Diese Vögel benötigen schließlich keine Tötungswerkzeuge, weil sie typisch Aasfresser sind.

Langschläfer und Fernreisende

Viele Geier und Adler, aber auch der Mäusebussard scheinen ausgesprochene Morgenmuffel zu sein. Diese Tiere haben allerdings einen guten Grund, den großen Teil des Vormittags zu verschlafen und erst gegen Mittag als Nachmittagsschicht am Himmel aufzutauchen. Bei solchen Spätaufstehern handelt es sich vor allem um gute Segelflieger. Deren Brustmuskeln aber sind zu schwach, um sie zügig in die Höhe zu tragen. Daher warten Geier und Adler normalerweise auf eine günstige Gelegenheit und lassen sich von Aufwinden in die Höhe tragen.

Diese Thermik entsteht oft erst am späten Vormittag, wenn die Sonne den Boden bereits eine Zeit lang aufwärmen konnte. Solche Aufwinde nutzen die Vögel aber nicht nur für ihre täglichen Jagdausflüge, sondern auch für ihre großen Wanderungen. Vor allem in nördlichen Breiten findet ein typischer Segelflieger wie der Mäusebussarde sind daher meist Zugvögel, die sich an einem sonnigen Spätvormittag zwischen August un Oktober von einem kräftigen Aufwind in weiten Spiralen ohne einen einzigen Flügelschlag in die Höhe tragen lassen. Lässt weit oben der Aufwind nach, gehen sie in einen Gleitflug über, bei dem sie nur langsam an Höhe verlieren. Zielsicher steuern sie ein Tal oder einen Hang an und lasen sich dort von einer weiteren Thermik wieder nach oben tragen. Auf diese Weise gleiten die Bussarde von Aufwind zu Aufwind und legen energiesparend oft Hunderte von Kilometern zurück

Wiel Wasser sich aber viel langsamer aufwärmt als Land und vor allem als nackter Fels, entsteht eine Thermik viel eher über Land als über dem Meer. Aus diesem Grund vermeiden die ziehenden Bussarde lange Passagen über Wasser und überqueren Meere wo immer möglich an Engstellen. Im äußersten Süden von Schweden zählen Vogelforsche daher über der Halbinsel Falsterbo jedes Jahr zwischen 10.000 und 13.000 Mäusebussarde auf dem Weg nach Deutschland oder Frankreich. Dort heizt die Sonne ein Riff und den davor liegenden Sandstrand Kräftig auf. Die Greifvögel lassen sich von den dort entstehenden Aufwinden in Höhen tragen, von denen sie bequem zur dänischen Insel Seeland gleiten können, über der sie bereits die nächste Thermik erwartet. Weiter im Süden nutzen Gleitflieger dann die bekannten Meerengen wie die Straße von Gibraltar oder den Bosporus in der Türkei, um von Europa nach Afrika beziehingsweise in den Nahen Osten zu reisen. Weitwanderer wie der Schreiadler legen auf ihrem Zug oft jeden Tag um die 200 Kilometer zurück, bei anderen Gleitfliegern wie dem Adlerbussard vermuten Wissenschaftler sogar einzelne Tagesetappen von weit mehr als 500 Kilometern.

Familienbande

Werden die Tage in Europa wieder länger, kommen die Zugvögel mit den gleichen Methoden wieder zurück. Häufig ist das Männchen als Erstes wieder “zu Hause”, also am Horst immer noch von ihm reklamiert werden. Wenige Tage später kommt das Weibchen zurück. Vogelforscher sind sich ziemlich sicher, dass die Tiere weniger voneinander als vom gemeinsamen Horst Angezogen werden. Überleben beide Partner den Winter, kommt so das Paar des Vorjahres wieder zusammen. ist dagegen einem der beiden Vorjahrespartner etwas passiert, tut sich der Überlebende meist problemlos mit einem anderen Vogel zusammen.

Egal wie lange sich die Partner schon kennen, vor der Paarung muss das andere Geschlecht erst einmal umworben werden. “Balz” heißt diese Verhalten bei Vögeln. Dabei zeigen sich die Partner bestimmte Federpartien und demonstrieren mit akrobatischen Flugmanövern, wie fit sie sind. Den weitaus aktiveren Part bei diesen oft mit viel Geschrei verbundenen Balzflügen übernehmen fast immer die Männchen.

Typische Gleitflieger wie Fischadler, Schmutzgeier oder Steinadler zeigen ihre Geschicklichkeit mit einem “Wellenflug”. Aus einer bestimmte Höhe setzt der Vogel zum rasanten, aber kurzen Sturzflug an und kehrt danach mit wenigen, sehr kräftigen Flügelschlagen wieder in die Ausgangshöhe zurück, um diese Demonstration seiner Kraft noch ein paar Mal zu wiederholen.

Erheblich dramatischer geht es zum Beispiel beim Mäusebussard zu, der sich zunächst in sehr große Höhe schraubt. Im steilen Sturzflug mit eng angelegten Flügeln geht es von dort mit sehr hohem Tempo nach unten. Einige Meter über dem Boden breitet der Vogel die Flügel wieder aus, macht eine relativ enge Kehre und schießt wieder nach oben. Manchmal dreht das Männchen plötzlich auf das mitfliegende Weibchen zu.

Die Antwort auf diese “Attacke” erfolgt meist sofort: Das Weibchen dreht sich auf den Rücken und hält ihm die Fänge entgegen. Manchmal packt das Männchen die ausgestreckten Fänge seiner Partnerin und trägt so sein Weibchen durch die Luft. Dieses Manöver ähnelt nicht nur ein wenig dem “tragen über die Schwelle” von gerade getrauten menschlichen Ehepartnern, sondern endet auch ähnlich: Normalerweise ist das Männchen zu schwach, seine Partnerin dauerhaft zu tragen und die beiden sinken langsam tiefer, bis sie ihren Griff löst und auf eigenen Schwingen weiterfliegt. Auch bei Ehepartnern reicht die Kraft ja meist nur zum Tragen über die Schwelle, aber nicht viel weiter.

Im trauten Heim

Nach der Volgelhochzeit stürzen sich die Partner in den Familienalltag. Und der besteht oft genug erst einmal darin, das Eigenheim zu renovieren oder einen Neubau in Angriff zu nehmen. Entweder wird das Nest des Vorjahres als Fundament für das neue Zuhause verwendet oder ein Vogelpaar hat gleich mehrere Horste in seinem Revier, von denen es einen auswählt und dort die notwendigen Reparaturen angeht. Meist übernehmen die Weibchen dabei den größeren Teil der Arbeit am Nest. dieser kontinuierliche Ausbau lässt die Horste ständig wachsen, bis sie bei manchen Arten sechs meter hoch sind und zwei Meter Durchmesser haben. Leben Arten wie der Steinadler in dauerhaften Zweierbeziehungen das ganze jähr können die Tiere so viel rascher zum Brutgeschäft kommen als andere Arten, bei denen die paare unabhängig voneinander andere in ihr Winterquartier ziehen.

Um ihre Horst verteidigen die Paare meist ein Revier gegen aufdringliche Nachbarn und machmal auch gegen andere Arten. Je mehr Nahrung eine Art benötigt und he weniger Futter eine Gegend liefert, umso größer ist dieses Revier. In kargen Gebieten Südeuropas beanspruchen manche Steinadler Reviere, die mit 600 Quadratkilometern ähnlich groß sind wie der Genfer See. In Schottland ist dagegen reichlich Wild unterwegs und viele Steinadler – Paare begnügen sich mit Revieren, die mit 20 Quadratkilometern allenfalls die Fläche einer Kleinstadt haben. Nur viele Aasfresser und Insektenjäger weichen von diesen Verhaltensweisen ab und brüten ohne eigenes Revier in größeren Kolonien mit vielen Artgenossen zusammen.

Sobald das Nest fertig ist, legt das Weibchen die Eier und übernimmt auch meist das Ausbrüten. Schlüpfen mehrere Küken, geschieht das meist innerhalb von höchstens drei Tagen. Trotzdem sind die Größenunterschiede zwischen den Geschwistern oft enorm Schaffen die Eltern dann in weniger guten Jahren nicht genug Nahrung für alle herbei, setzen sich die stärksten Küken durch.

Aus Küken werden Greifvögel

Die Entwicklung der Küken ähnelt sich bei den verschiedenen Greifvogelarten verblüffend. Zunächst einmal kämpft sich der Nachwuchs aus dem Ei.

Das dauert bei einem Wespenbussard 24 Stunden, ein schlüpfender Habicht ist damit dagegen oft drei ganze Tage beschäftigt. Die ersten Tage außerhalb der Eischale ist der Nestling oft noch nicht einmal imstande, seinen Köpft zu haben. Die meist weißen, seidenweichen Dunenfedern des gerade geschlüpften Kükens werden schon nach wenigen Tagen gegen ein neues Dunenkleid ausgetauscht, das sehr weicher, flauschiger Wolle ähnelt.

Jetzt ist der Nachwuchs viel lebhafter, schaut sich neugierig um und krabbelt eifrig im Horst umher. Bald stehen die Nestlinge auf eigenen Beinen und tappen vorsichtig rückwärts zum Rand des Nestes, um ihre Exkremente loszuwerden. Bis zu dieser Phase ist immer ein Elternteil ganz in der Nähe, passt auf seinen Nachwuchs auf und herlegt auch die herangeschleppte Beute in für den Grünschnabel geeignete Stücke. Nach einem Drittel ihrer Zeit im Nest wachsen zunächst am Schwanz und an den Flügeln die Federn.

Am Ende dieser Phase sind auch Schnabel und Beine voll entwickelt. Danach kann der Nachwuchs die von den Alten herbeigeschleppte Beute selbständig verzehren. Im letzten Abschnitt der Zeit im Horst wachsen die Schwungfedern. Jetzt jagen oft beide Eltern gleichzeitig, um genug Futter in die inzwischen ausgewachsenen Schnäbel stopfen zu können. Da die Sommer in Nordosteuropa kurz sind, dauert diese Phase bei den dort brütenden Greifvögelnur wenige Wochen. Kleine Gänsegeier schlüpfen in Südeuropa dagegen bereits Anfang Abril und können sich da her für diese letzte Nestphase bis zum vier Monate Zeit lassen.

Nesthocker

In dieser zeit trainieren die jungen Vögel eifrig ihre Flügel, bis sie sich eines Tages zum ersten Mal in die Luft wagen. Noch aber sind die Eltern da, die sie auch nach dem Ausfliegen noch kräftig füttern. Steinadler versorgen ihren Nachwuchs noch ein halbes Jahr nach dem Erstflug – ein Nesthocker muss also nicht Zwangs – läufig im Nest hocken bleiben.

DAs Familienleben ist zumindest für die Eltern also bestimmt kein Zucker – schlecken. Und der Erfolg aller Anstrengungen von der Balz bis zum Zeitpunkt, zu dem der Nachwuchs auf eigenen Flügeln unterwegs ist, kan sehr unterschiedlich ausfallen. So bringt ein Wespenbussard – Paar in Mitteleuropa in einem normalen Jahr laut Statistik 1,5 Jung – Vögel bis zum Erstflug. In verregneten Sommern mit wenigen Insekten aber fällt der Nachwuchs beim Wespenbussard oft völlig aus. Noch extremer ist die Situation im hohen Norden. Der Raufußbussard brütet auf Grönland und Island normalerweise nur in den zwei von vier Jahren, in denen seine Hauptnahrung in form kleiner Nagetiere häufig über die Tundren flitzt. In dieser zeit aber ziehen die Vögel so viel Nachwuchs groß, dass sie damit die beiden Jahre ohne Bruterfolg ausgleichen können.

Unterschiedliche Geschmäcker

Die Beute aber sieht je nach Art sehr unterschiedlich aus. Da gibt es Spezialisten wie die Schmutzgeier, die schon einmal die Müllhalden der Menschen nach Essbarem durchwühlen und sogar deren Kot vertilgen. Bartgeier wiederum haben sich perfekt an Knochen angepasst. Die entpuppen sich zwar bei näherer Analyse als wahre Kraftnahrung, lassen sich allerdings nur schwer Knacken. Der Wespenbussard wiederum gräbt die Nester von Wespen und Hummeln aus, deren gesamte Brut er vertilgt.

Auch beim Schlangenadler weist bereits der Name auf seine wichtigste Beute hin. Die Zwergadler Südeuropas spezialisieren sich ebenfalls gern auf Reptilien, bevorzugen allerdings Eidechsen. Amphibien stehen beim Schreiadler in Osteuropa häufig auf der Speisekarte. Der Fischadler wiederum hat sich zu einem perfekten Fischjäger entwickelt. Aber auch Seeadler, Schwarzmilan und Bindenseeadler schätzen die Schuppentiere sehr, während Rotmilan und Rohrweihe erheblich seltener Fische verschlingen.

Mit weitem Abstand die wichtigste Greifvogelbeute aber sind Säugetiere und Vögel. Mäuse und Lemminge stehen bei etlichen Arten ganz oben auf der Speisekarte. Aber auch Ziesel, Murmeltiere, Eichhörnchen un Hamster landen recht häufig in diversen Greifvogelschnäbeln. Nutztüre dagegen interessieren die meisten Greifvögel entgegen manchen Vorurteilen kaum. Einzig der Steinadler erwischt manchmal ein neugeborenes Rentier oder Lamm.

Typische Vogeljäger sind zum Beispiel Habichte: Meist sitzen sie im Wald oder in Buschlandschaften auf andere Vögel an. Dabei kann es auch zu Konflikten mit Menschen kommen. so sind die im vergleich mit anderen Vögeln ziemlich lahmen und oft auch unvorsichtigen Hühner im Freiland vor allem für junge, unerfahrene Habichte eine leichte Beute. Verständlich licherweise sind Geflügelzüchter über solche Verluste nicht gerade begeistert.

Überhaupt sind Greifvögel große Freunde der Arbeitserleichterung. Besonders einfach wird die Hand, wenn man die Nahrung erst gar nicht erlegen muss, weil sie bereits tot ist. Vor allem wenn ihre normale Beute im Winter knapp wird, verschlingen viele Adler und Bussarde daher auch aas. die wohl bekanntesten Aasfresser aber sind die Geier, von denen viele Arten gar nichts anderes mehr auf den Speiseplan setzen. Sie haben sich damit eine Nahrungsquelle erschlossen, die weitgehend gefahrlos ”erbeutet” werden kann. Obendrein übernehmen Geier so die wichtige Rolle einer Müllabfuhr und beseitigen gesundheitsgefährdende Kadaver.

Jagdmethoden

Auf der Suche nach Aas gleiten Geier oft lange Stunden hoch über dem Boden, damit sie eine möglichst große Fläche überblicken können. Aus dem gleichen Grund fliegt auch der Kaiseradler oft so hoch oben, dass ein Mensch ihn nur noch als dunklen Punkt am Himmel entdeckt. Wer allerdings wie die Weihen eher kleine Beute sucht, die vielleicht auch noch im dichten Gras unterwegs ist, gleitet in der Regel relativ Knapp über den Boden. Doch nicht nur die Flughöhe, sondern auch die Suchmethode ist je nach Art ver schieden: Der Adlerbussard kreist bei seiner Fahndung meist über einem Gebiet, während Milane mit kräftigen Flügel schlägen immer dem Schnabel nach Fliegen. Wer Beute auf dem Erdoden erwischen will, versucht es gern auch mit der ”Ansitzjagd” und späht von einem Pfosten äst oder Telegrafenmasten nach potenziellen Snacks. Alternativ kann man natürlich seinen Opfern auch am Boden hinterherrennen. Auch beim Jagdtempo bevorzugen die Gattungen verschiedene Ansätze: Weihe und Milane gleiten langsam eher in geringer Höhe, dato ihnen ja keine Beute entgeht. Habichte dagegen flitzen in schnellem Flug Knapp über dem Boden und nutzen Büsche und Hügelkuppen als Deckung, um ihre Opfer zu überraschen.

Weil sich Greifvögel beim Beutemachen ungern über die Flügel schauen lassen, gibt es dazu bisher auch kaum Beobachtungen. Mit Hochgeschwindigkeitskameras konnte dieser entscheidende Moment immerhin bei Sparern und Habichten aufgedeckt werden. Mit kräftigen Flügelschlägen fliegender Greifvogel zunächst auf sein Opfer zu. Einige Meter vor dem ziel geht er dann in einen ruhigeren Gleitflug über und kann so genauer zielen. Dicht vor der Beute wirft der Vogel dann den Unterleib schlagartig vor und spreizt auch noch die Beine nach vorn, um so die Krallen mit großer Wucht in das Opfer zu stoßen. Während Oberkörper und Kopf sich so in jeder Sekunde um 4,8 Meter auf die Beute zu bewegten, erreichte das Becken durch das Vorschnellen mit 9,5 Metern in der Sekunde praktisch die doppelte Geschwindigkeit und die Krallen drangen sogar mit 11,4 Metern in der Sekunde in das Opfer ein. Da die Kraft mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, ist die Wucht der Krallen durch dieses Vorschnellen fünf oder sechs Mal stärker als bei einem normalen Anflug ohne diesen Zusatzschwung.