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Vögel.online

Stelze

Die Stelzen sind eine Singvogelgattung aus der Familie der Stelzen und Pieper.

Sie umfassen elf oder nach neuester Auffassung zwölf – Arten und kommen vorwiegend in Asien und Afrika vor.

Im äußersten Westen Alaskas konnten über die Beringstraße hinweg Populationen der Bach und der Schafstelze Fuß fassen.

Die ältesten fossilen Funde unbestimmter Stelzenarten stammen aus dem späten Miozän in Ungarn und dem späten Pliozän in Bulgarien.

Stelzvogelarten

Stelzengesang oder Stimmen

Der Gesang ist meist nicht sehr lang und baut oft auf den arttypischen Rufen auf. Einige Arten zeigen aber auch einen recht komplexen Gesang. Die meist kurzen, einfachen Rufe werden im Flug oder vom Boden aus vorgetragen. Das Repertoire ist meist klein, aber die Alarmrufe unterscheiden sich deutlich von den Kontakt und Flugrufen.

Lebensweise und Verhalten

Stelzen kommen in zahlreichen Biotopen offener und halboffener Landschaften von der Ebene bis ins Hochgebirge vor. Viele Arten findet man bevorzugt in Gewässernähe, einige sind weitgehend an Binnengewässer gebunden.

Mehrere Arten sind Kulturfolger, die wenig Scheu vor dem Menschen zeigen und auch innerhalb von Siedlungen brüten.

Die meiste Zeit verbringen Stelzen auf dem Boden, sitzen aber auch oft erhöht auf Warten. Zur Brutzeit trifft man sie oft einzeln oder paarweise an, die meisten Arten sind sehr territorial. Im Winter bilden sich jedoch oft Schwärme und Schlafgesellschaften, die bei manchen Arten tausende von Individuen umfassen können.

Die meisten Stelzen sind Zugvögel. Während es sich bei jenen der gemäßigten Zonen um Mittel bis Langstreckenzieher handelt, sind die tropischen Arten Kurzstreckenzieher oder Standvögel.

Verbreitung

Bis auf kleine Vorkommen der Bach- und der Schafstelze im äußersten Westen Alaskas ist das Vorkommen der Gattung auf die alte Welt beschränkt.

Acht Arten bewohnen Eurasien, vier kommen in Afrika vor. Bach-, Schaf- und Gebirgsstelze sind transpaläarktisch verbreitet, das Vorkommen der letzteren Art zerfällt dabei in zwei große und mehrere kleinere Teilareale.

Die Zitronenstelze besiedelt große Teile West- und Mittelasiens. Die Mamulastelze kommt auf dem gesamten Indischen Subkontinent vor und die Japanstelze in Japan sowie eventuell in Teilen Koreas.

Die erst 2001 beschriebene Mekongstelze ist in einem sehr kleinen Areal in Nordost-Kambodscha und Süd-Laos endemisch. Witwen-, Kap- und Langschwanzstelze besiedeln große Teile Subsahara-Afrikas, das Areal der letzteren ist allerdings sehr lückenhaft. Die Madagaskarstelze kommt ausschließlich auf Madagaskar vor.

Arten


Feldsperling (Passer montanus)
   Heckenbraunelle (Prunella modularis)
   
Baumpieper (Anthus trivialis)
   



Madagaskarstelze (M. flaviventris)
   Kapstelze (M. capensis capensis)
   Langschwanzstelze (M. clara torrentium)

   
Gebirgsstelze (M. cinerea cinerea)
   Östliche Schafstelzenunterarten (M. flava tschutschensisM. f. macronyxM. f. taivana)



   
Westliche Schafstelzenunterarten (M. flava flavaM. f. iberiaeM. f. cinereocapillaM. f. pygmaeaM. f. thunbergi)
   

Zitronenstelze (M. citreola calcarata)
   Zitronenstelze (M. citreola citreola)

   

Japanstelze (Motacilla grandis) 1
   Mamulastelze (Motacilla maderaspratensis)
   Mekongstelze (M. samveasnae)
   Witwenstelze (M. aguimp vidua)

   
Bachstelze (8 Unterarten untersucht)
   Japanstelze (Motacilla grandis) 2